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Anspruch ermitteln - Prozesskostenhilfe Umgangsrecht Verfahrenskostenhilfe Vorabhinweise

Verfahrenskostenhilfe (Prozesskostenhilfe) - Umgangsrecht - Anspruch ermitteln

Einen Anspruch auf Verfahrenskostenhilfe (Prozesskostenhilfe) ist in Familiensachen auch in den §§ 114 ff. ZPO [] geregelt. Danach hat man einen Anspruch, wenn man ein Verfahren führen muss und (1) die erforderlichen Kosten nicht aufbringen kann und (2) das Verfahren hinreichende Aussicht auf Erfolg hat.

  1. Ob sie Anspruch auf Erstattung von Verfahrenskostenhilfe (Prozesskostenhilfe) haben, können sie sich folgendermaßen berechnen:

    1. Überprüfen Sie, ob Sie verwertbares Vermögen besitzen. Falls Sie verwertbares Vermögen besitzen, muss dies erst aufgebraucht werden, eh nach Ihrem Einkommen entschieden werden wird. Sind Sie Hartz-IV-Bezieher, können Sie diesen Schritt überspringen da bereits geprüft und festgestellt wurde, dass Sie kein verwertbares Vermögen besitzen.
    2. Nutzen Sie den Verfahrenskosten-/Prozesskosten-Rechner, um anhand Ihres Einkommens Ihren Anspruch zu errechnen.
  2. Die Erfolgsaussichten eines Antrages oder einer Klage können verschieden nachgewiesen werden:

    Eine familienrechtliche Klage ist besser nicht mit einem Verfahrenskostenhilfeantrag gemeinsam einzureichen - weil einerseits der Verfahrenskostenhilfeantrag negativ entschieden werden kann, aber gleichzeitig die Klage dann anhängig ist. Die Anhängigkeit eines Antrags führt regelmäßig zu Gerichts- und Anwaltskosten. Diese müssen dann, wenn beides gleichzeitig eingereicht wurde und für den Fall, dass ihr Antrag auf Verfahrenskostenhilfe negativ beschieden wird, persönlich von Ihnen bezahlt werden.

    Dies umgeht man, indem man den Antrag auf Verfahrenskostenhilfe mit einem Entwurf der Klageschrift oder des Antrages versieht und die Verfahrenskostenhilfe bedingt einreicht. Damit bringt man gegenüber dem Gericht zum Ausdruck, dass man die Verfahrenskostenhilfe nur erhalten will, wenn die Familienrechtsklage Aussicht auf Erfolg hat. Das Gericht wird dann zuerst über den Verfahrenskostenhilfeantrag entscheiden und einen Rechtsanwalt zuordnen. Erst danach wird der Antrag oder die Klage bei Gericht eingereicht.
    Sollte es im Sachverhalt keine Bewilligung der Verfahrenskostenhilfe geben, dann fallen nur sehr geringe Kosten gegenüber dem eigenen, den Antrag einreichenden, Rechtsanwalt an. Weitere Kosten entstehen dadurch nicht. Allerdings können sie den Antrag auf Verfahrenskostenhilfe auch alleine stellen und später einen Anwalt ihrer Wahl benennen.

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Absätze zur Verfahrenskostenhilfe: 1 2 3

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Allgemeine weiterführende Informationen zum Thema Umgangsrecht (ohne Kosten) finden Sie unter umgangsrecht.org.

Bitte zögern Sie nicht! Hilfe - besonders wenn Sie frühzeitig in Anspruch genommen wird - kann schnell und unkompliziert Probleme erkennen, Lösungswege erarbeiten und damit Streit vermeiden. Gerade bei Fragen des Umgangsrechts ist es sehr schwer, selber vollkommen ruhig zu bleiben um kühl und überlegt zu handeln. Eher ist die Problematik hoch emotional, was es umso schwerer macht, selbständig gute und somit langfristig tragfähige Konzepte zu entwickeln - selbst wenn Sie selber über das nötige juristische Wissen verfügen. []

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