Streitwert
(Zu den auf sie persönlich zukommenden Kosten siehe unten)
Begriffserklärung
Bei einem gerichtlichen Verfahren vor einem deutschen Gericht fallen zwei Arten von Kosten an, die Gerichtsgebühren und die Rechtsanwaltsgebühren.
Die Gerichtsgebühren bestimmen sich nach dem Streitwert oder dem Gegenstandswert. Der Streitwert ist der sich in Geld beziffernde Wert des Gegenstandes über den im Verfahren, vor dem Richter, gestritten wird; vereinfacht in einem Beispiel zum Ausdruck gebracht:
Streiten die Parteien über die Herausgabe eines Zeichenblockes im Wert von 10,00 Euro - dann ist der Streitwert des Prozesses und auch die Grundlage für die Berechnung der Gerichtsgebühren der Wert von zehn Euro.
Schwierig wird die Festlegung des Streitwertes immer dann, wenn es sich zum einen um komplexe Sachverhalte handelt und zum anderen, wenn um Dinge gestritten wird, die nicht deutlich in Geld zu messen sind.
Wer legt den Gegenstandswert oder den Streitwert fest?
Der Streitwert wird meist von den Gerichten festgelegt in einem so genannten Streitwertbeschluss.
Sollte kein gerichtliches Verfahren anhängig gewesen oder der Streitwert nicht festgelegt worden sein, so erfolgt die Streitwertbestimmung durch die Verfahrensbetreuer, also meist durch den von Ihnen beauftragten Rechtsanwalt.